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Rezeptdetails
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Aus: LMO MS 359 - Koch-Buch. Worinnen die Niedlichkeit der kostbahresten Tortten Kräpfeln, Koch, Sulzen und anderer delicatessen, wie nicht minder einige zur Würthschafft gehörige Anmerckungen zusamen getragen worden zum Gebrauch der Jungfrau Josepha Fetzerin Anno 1764 in Neustadt, Grätz 1766 (): 0012 Nr. 42
Alter Rezeptname: Die zusamben gesätzte Linzer Tortten
Aktueller Rezeptname: Linzer Torte
Zutaten: Mehl, Zucker, Ma ndeln, Butter, Eier, Zitrone, Orange, Zimt, Nelken, Muskatnuss
Transkription: Auf ein halb lb Mell ein halb lb Zuckher, ein
Halb lb Mandl, diese terfen nicht geschwölt, sondern
sambt den schallen gestoßen, das sie aber nicht bazert
werden, hernach einen gutten firting butter,
dieser wird mit 5 hart gesottenen eyer totter, in
einen Merser gutt abgestoßen, gib es zu den obigen.
von 1 Lemany die schallen, auch etwas ...
schallen klein geschnitten darzur, auch etwas Zimeth
gewirtz Nägl Muskatnuß, Mach den Täg mit Lemany-
Saft an, so vill daß ehr nicht gar zu weich wird,
walch ihn aus, abr nicht zu tünn, mach rundte
Blätl daraus, schmir die Tortten Blatl mit Butter,
lög es darauf und bach es schen langsamb, laß es
abküllen, sonst bringt man es nicht gantzer herunder
hernach streich auf ein jedes blätl etwas eingesot-
tenes darauf, lög es auf einander, aber auf den
Lötzten mach ein Eys darauf, und Laß in ofen trickhern.
So ist es förtig.
Übersetzung: Nimm 28 dag Mehl,
28 dag Zucker,
28 dag Mandeln (diese dürfen nicht geschält werden, sondern werden mitsamt den Schalen gerieben)
14 dag Butter,
5 Dotter hartgekochter Eier, fein zerdrückt,
Schale 1 Zitrone, etwas Orangenschale (vermutlich, schwer zu lesen),
Zimt, Nelken, Muskatnuss,
Saft einer Zitrone - alles gut zu einem nicht zu weichen Teig verkneten.
Mehrere runde Blätter in Tortenbodengröße auswalken, aber nicht zu dünn,
die Blätter auf mit Butter bestrichenen Böden backen.
Abkühlen lassen, sonst zerbrechen sie beim Ablösen!
Dann mit Marmelade zusammensetzen, den obersten mit Eis bestreichen und trocknen lassen.
Anmerkung: Eis: 20 dag Staubzucker mit soviel Zitronensaft verrühren, dass eine dickflüssige Masse entsteht, die dünn aufgestrichen wird
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